“Ein letztes Mal Wettkampfluft schnuppern” war das Motto der Heisingerinnen am 20. Juni 2026 in Würzburg. Mit den 61. Deutschen Jugendmeisterschaften endet ihre Turnsaison. Angesichts der aktuellen Temperaturen ein Glücksfall: Wer bei 36 Grad Außentemperatur und doppelter Hitze in der Sporthalle exakte Kreise im Rad drehen muss, der kann sich Erfrischenderes vorstellen…
Enorme Temperaturen schlauchen
Am Freitagabend bekamen Marieke Jaeger, Pauline Hinz, Miriam Otto und Helena Wehmeyer samt ihrem Trainerteam einen Vorgeschmack auf die klimatischen Verhältnisse in der Vierfach-Sporthalle des diesjährigen Ausrichters TG Würzburg von 1848 e.V. Beim abendlichen Einturnen blieb kein T-Shirt trocken. Keine Überraschung für die vier Turnerinnen, die sich mental auf ein heißes Wochenende eingestellt hatten.
Auch am Wettkampftag selbst stiegen die Temperaturen in der Halle mit zunehmender Außentemperatur deutlich an. Eine besondere Herausforderung für die Sportlerinnen und unser Kampfrichter-Team Claudia Rohde und Berit Örtel, die in langen Hosen und hochgeschlossenen Blusen angemessen gekleidet erscheinen mussten.
Bittere Punktverluste in der AKB 15/16
Miriam Otto und Helena Wehmeyer standen bei diesem Wettkampf nicht nur einer teilnehmerstarken sondern auch einer äußerst niveauvollen Konkurrenz gegenüber. Trotz eines guten Dreikampfs ohne Großabzüge und nur wenigen Unsauberkeiten in der Spirale und im Sprung, reihte sich Miriam Otto am Ende auf Platz 21 ein. Schade für die 15-Jährige, die im Vorfeld kaum ein Training ausgelassen hatte, um für den Wettkampf gut gerüstet zu sein.
Helena Wehmeyer, die bei ihrer 1. WM-Qualifikation hautnah erlebte, was die gesamtdeutsche Konkurrenz ins Rad zaubert, war “vorgewarnt”. Während sie für ihre Gerade-Kür eine hohe Wertung erhielt, kostete sie ein Ausstieg in der Spirale und das nicht ganz gelungene Anbücken beim Sprung wichtige Punkte. Sie erturnte sich mit Rang 8 eine Top Ten-Platzierung, wissend, dass im Ergebnis mehr möglich gewesen wäre.
Top Ten in der AKB 17/18
Marieke Jaeger und Pauline Hinz traten gegen 18 bundesweite Konkurrentinnen an. Ihr Fazit für den Wettkampf fiel unterschiedlich aus: Mit schön durchgeturnten Gerade- und Spirale-Küren sowie dem gelungenen gebückten Salto im Sprung, zeigte Marieke sich durchaus sehr zufrieden.
Pauline hatte weniger Glück. In der Geraden fing sie sich erst gekonnt ab, musste bei einer weiteren Übung dann aber doch das Rad verlassen. Ärgerlich: In der Spirale rollte sie zu nah an die Wand und musste die bis dahin einwandfreie Kür sicherheitshalber unterbrechen, um das Rad neu auszurichten.
Während Marieke mit dem 10. Platz den Sprung in die Top Ten schaffte, fiel Pauline leider auf Rang 13 zurück. Auch für sie wäre an ihrem letzten Jugend-Wettkampf mehr drin gewesen. Im kommenden Jahr tritt Pauline bei den Erwachsenen an und darf zum ersten Mal eine Musikkür präsentieren. Wir sind gespannt auf ihre Musikauswahl und Choreografie.
Rundes Wochenende
Ein Auswärts-Wettkampf ist immer besonders: Das beginnt schon mit der Anreise am Vor- und einem Wettkampf am Folgetag. Hinzu kommt die freie Zeit, die man als Team gemeinsam hat. Dieses Mal gab’s trotz Hitze einen Ausflug nach Würzburg und Public Viewing zum WM-Fußballspiel der Deutschen Nationalmannschaft. Von Anfang bis zum Ende einfach ein rundes Wochenende!
Nach der Saison ist vor der Saison
Während die Saison der Jugendturnerinnen in der Bundesklasse hier endet, beginnt der Vorbereitungssommer für die Erwachsenen. Aber auch unsere Landesklasse-Talente müssen trainieren: Am 11. Juli 2026 starten sie beim Schwebebahnpokal.

















